RPG-Treff April

Letzten Sonntag trafen wir uns wieder zu einem guten alten Rollenspiel-Treff im Stadtteiltreff Pradl mit normaler Teilnehmer-Anzahl und ohne spezielles Thema. Zumindest schien es so, aber tatsächlich hatten wir diesmal gleich zwei Spielleiter, die zum ersten Mal eine RPG-Treff-Spielrunde für uns anboten. Und auch mit der Eisbrecher Frage am Anfang wurde es überraschend philosophisch.

Ich wollte von den Teilnehmer*innen wissen, was für eine Bedeutung Schicksal in der Form von Würfel-Interpretation oder als übergeordnete Kampagnen-Thematik für sie hat. Viele sagten, dass sie als Spieler*in oder Spielleiter*in versuchen, das Schicksal des Spiels relativ wenig vorzubestimmen oder aktiv zu beeinflussen, abgesehen von dem gelegentlichen TPK-Schutz. Stattdessen sahen viele in dem Konzept von Schicksal eine spannende Art für Charaktere, um die Spielwelt mysteriös zu halten und die dort gemachten Erfahrungen in einen höheren Kontext zu bringen. Auch einige Spielleiter*innen schilderten, dass sie in der Abgabe von Spiel-Kontrolle an die Würfel und die Entscheidungen der Charaktere ein mächtiges Werkzeug für die kreative Gestaltung der Spielwelt sehen.

Nach der Vorstellungsrunde teilten wir uns in drei verschiedene Spielgruppen auf. Leander leitete “Mythic Bastionland”. Ein Rollenspiel, in welchem die Spieler*innen zu edlen Rittern in einem mythischen Sagenland wurden. Sie zogen aus, um einer Prophezeiung zu folgen und eine verfluchte Waffe sicherzustellen. Dabei wurden ihre ritterlichen Werte auf eine schwere Probe gestellt.

Marco leitete “My Little Pony – Tails of Equestria”. In diesem Spiel, welches auf der gleichnamigen Cartoon-Serie basiert, mussten die Spieler*innen in die Rolle von magischen Einhörnern schlüpfen und auf einige Haustiere aufpassen. Jedoch schafften es alle Haustiere innerhalb von kurzer Zeit zu entkommen und die Einhörner begaben sich auf eine verrückte Reise durchs Land, um sie alle wieder einzufangen.

Ich leitete Savage Worlds Deadlands. Dort konnten die Spieler*innen auf einer Ranch in Wyoming einen paranormalen Todesfall aufklären. Im Laufe des Abenteuers trafen die Charaktere auf Indianer und untote Kühe, nichts Besonderes für den “weird West”. Im Finale gab es noch ein spannendes Revolverduell, das zu einer wilden Schießerei mit explosivem Ende wurde.

Nach den Spielrunden erzählten alle von ihrer Spielerfahrung und wir wiesen noch einmal auf die InnCon am kommenden Samstag hin. Hoffentlich sieht man sich dort wieder, um erneut das Würfel-Schicksal herauszufordern. 😉

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